Ilka Lauchstädt

 

Ilka Lauchstädt, Film- und Medienkünstlerin, lebt in Berlin, zahlreiche Festivals und Ausstellungen, Preise und Stipendien.

2000-2002 Gastprofessorin für „Bewegtes Bild“ an der FH- Darmstadt,

von 1996 –2001 künstlerisch - wissenschaftliche. Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin,1993 –1996 künstlerische Mitarbeiterin an der Filmakademie Ludwigsburg, Absolventin der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und Mitgründerin des European Media Art Festival Osnabrück.

 

Hibiskusklon

The Botanist’s Delight No. 1 Das Entzücken der Botanikerin Nr. 1 Videoinstallation Ort: Gewächshaus Botanischer Garten der Universität Potsdam Der Botanische Garten liegt im Park Sanssouci, nahe der Orangerie Adresse: Maulbeerallee 2, 14469 Potsdam Täglich geöffnet von 9.30 bis 17.00 Uhr

 

Die Videoinstallation „The Botanist’s Delight No. 1“ von Ilka Lauchstädt spielt mit dem Thema Züchtung und Kategorisierung von Pflanzen. Sozusagen am „nativen Ort“ ,einem Pflanztisch im Botanischen Garten, zeigt Lauchstädt eine Art floraler Parallelwelt, die sich durch kleinste Veränderungen an den Blüten bemerkbar macht.

 

 

Diese Änderungen sind nicht immer leicht zu entdecken, und so bietet das Werk als lehrreichen Nebeneffekt auch einen vergnüglichen Biologietest. Gezielte Züchtung oder Mutationen der Vorstellungskraft – zwei Ebenen, die sich im Schaffen einer fiktiven Botanikerin zu vermischen beginnen. Wir entdecken an ihrem Arbeitsplatz neben üblichen Pflanz- und Messgeräten auch mediale Werkzeuge: Fotoapparat, Video, Bücher, ebenso persönliche Notizen. Die Blumen werden studiert, aufgezeichnet und kategorisiert. Irgendwann im Verlauf dieses Prozesses, spätestens beim Klicken der Fotokamera, verwandeln sie sich in seltsam anmutende Neuzüchtungen. Die Botanikerin träumt. „Kunst hat immer etwas mit Biologie zu tun,“ sagt Lauchstädt. „Wir greifen der Schöpfung ins Handwerk, bauen sie um, und kreieren unsere eigenen Welten.“ Manipulation ist hier das Stichwort, und dies gilt für die neuen Medien ebenso wie für die Wissenschaft vom Lebendigen.

 

© BK-HR